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Basilikum

Ocimum basilicum

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Praxistipp

Immer ganze Triebspitzen über einem Blattpaar abschneiden, nie einzelne Blätter zupfen — dann verzweigt sich die Pflanze buschig statt hochzuschießen.

Und in der Küche?

Wochentopf — der Wochenplaner vom selben Betreiber — kennt Alltagsgerichte mit Basilikum, mit Rezept, Foto und Einkaufsliste. Kostenlos, ohne Konto.

Gerichte mit Basilikum bei Wochentopf(öffnet Wochentopf in einem neuen Tab)

Herkunft & Geschichte

Basilikum stammt aus den Tropen Süd- und Südostasiens und wird in Indien seit Jahrtausenden kultiviert. Über den Orient kam es nach Griechenland — der Name geht auf das griechische basilikón, „königlich“, zurück — und mit den Römern nördlich der Alpen, wo es jahrhundertelang ein Topfkraut auf der Fensterbank blieb. Dass es heute für die italienische Küche schlechthin steht, ist jünger, als man denkt: Das erste gedruckte Rezept für Pesto alla genovese findet sich in einem Genueser Kochbuch von 1863.

Sorten

Das großblättrige Genoveser Basilikum ist der Klassiker fürs Pesto; griechisches Buschbasilikum bleibt kleinblättrig und kompakt und kommt im Topf deutlich besser zurecht, Thai-Basilikum bringt eine Anisnote und verträgt Hitze besser als alle anderen. Rotlaubige Sorten wachsen langsamer und schmecken kräftiger. Im Supermarkttopf steckt übrigens keine einzelne Pflanze, sondern dreißig bis vierzig viel zu eng gesäte Sämlinge — wer ihn behalten will, teilt den Ballen in drei, vier Portionen und topft sie einzeln in größere Töpfe um.

Pflege

Wärme ist alles: Unter etwa zehn Grad in der Nacht stellt Basilikum das Wachstum ein und bekommt gelbe Blätter, deshalb erst nach den Eisheiligen an einen sonnigen, windgeschützten Platz. Morgens gießen und immer an den Fuß, nie über das Laub und nie in einen Untersetzer mit stehendem Wasser — nasse Füße plus kalte Nacht kosten mehr Pflanzen als jeder Schädling. Blütenknospen ausbrechen, sobald sie erscheinen, sonst stellt die Pflanze die Blattbildung ein.

Was schiefgehen kann

Bei zu dichter Aussaat und zu nasser Anzuchterde knicken die Keimlinge dicht über der Erde um; dünn säen, die Erde nur klamm halten und täglich lüften ist die ganze Vorbeugung. Der Falsche Mehltau des Basilikums ist inzwischen weit verbreitet: graubrauner Belag auf den Blattunterseiten, aufhellende Flecken zwischen den Blattadern — luftiger Stand, Gießen am Morgen und am Boden sowie ausdrücklich widerstandsfähige Genoveser Sorten sind das, was hilft. Junge Pflanzen sind außerdem Lieblingsfutter der Schnecken: lieber kräftig vorgezogene Pflanzen auspflanzen als kleine Sämlinge, und abends absammeln.

Ernte, Lagerung & Küche

Basilikum kommt erst ganz zum Schluss ans Gericht — mitgekocht bleibt vom Aroma nichts übrig. Die Blätter in der Küche mit einem scharfen Messer schneiden oder mit der Hand zerreißen; stumpf gequetschte Schnittflächen laufen binnen Minuten schwarz an. Trocknen lohnt nicht, dabei geht fast das gesamte Aroma verloren; besser gehackt einfrieren, in Öl einlegen oder gleich zu Pesto verarbeiten. Einen gekauften Bund stellt man ins Wasserglas bei Zimmertemperatur, nicht in den Kühlschrank — dort werden die Blätter schwarz.

Häufige Fragen

Wann kann ich Basilikum nach draußen pflanzen?
Zwischen dem 20. Mai und dem 20. Juni, sobald die Nächte zuverlässig mild bleiben. Vorgezogen wird ab März auf der Fensterbank, rund fünf Wochen vor dem Auspflanzen. Gekaufte Töpfe gewöhnst du eine Woche lang stundenweise an die Sonne, sonst bekommen die Blätter helle Flecken.
Ist Basilikum winterhart?
Nein. Basilikum ist frostempfindlich und nimmt schon bei wenigen Grad über null Schaden, lange vor dem ersten richtigen Frost. Er ist einjährig, du säst also jedes Frühjahr ab März neu; ein hereingeholter Topf hält meist nur noch ein paar Wochen durch.
Warum blüht mein Basilikum?
Hitze, Trockenheit, ein zu enger Topf und schlicht das Alter der Pflanze lösen die Blüte aus. Die Blätter bleiben essbar, werden aber kleiner und schmecken schärfer; die weißen Blüten kannst du mitverwenden. Einen Trieb blühen zu lassen, bringt dir im Herbst eigenes Saatgut.
Wächst Basilikum auf der Fensterbank?
Ja, in einem Topf ab etwa 15 Zentimetern und am hellsten Fenster, das du hast. Entscheidend ist das Licht: Von November bis Februar reicht es in den meisten Wohnungen nicht, die Triebe bleiben lang und blass. Direkt über einer Heizung trocknet er schneller aus, als du gießen kannst.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.