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Alle Pflanzen

Hülsenfrüchte

Buschbohne

Phaseolus vulgaris var. nanus

Zeiten für deine Region

Vorschlag: Mittel · Im Lexikon erklärt

Praxistipp

Alle drei Wochen eine neue Reihe legen, dann erntest du von Juli bis zum Frost durch statt alles auf einmal.

Herkunft & Geschichte

Die Gartenbohne stammt aus Mittel- und Südamerika und wurde dort zweimal unabhängig domestiziert — in Mexiko und in den Anden. Nach 1500 verdrängte sie die alten europäischen Hülsenfrüchte so gründlich, dass das Wort „Bohne“, das vorher die Dicke Bohne meinte, auf sie überging. Fadenlose Sorten, für uns selbstverständlich, gibt es erst seit dem späten 19. Jahrhundert; davor musste an jeder Hülse der Faden abgezogen werden.

Sorten

Unterschieden wird nach Hülse: Filet- und Delikatessbohnen bleiben dünn und zart, Brechbohnen werden fleischiger und sind ergiebiger. Neben grünen gibt es gelbe Wachsbohnen und blauhülsige Sorten, die beim Kochen grün werden — beide findet man im Laub beim Pflücken viel leichter als grüne. Buschbohnen sind Selbstbefruchter und fast durchweg samenfest: ein paar Hülsen ausreifen lassen, und das Saatgut fürs nächste Jahr ist gesichert.

Pflege

Bohnen versorgen sich über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff — wer nachdüngt, bekommt viel Laub und wenig Hülsen. Sind die Pflanzen handhoch, häufelt man sie leicht an; das gibt Standfestigkeit und zusätzliche Wurzeln. Ab der Blüte gleichmäßig und immer am Boden wässern, nie über das Laub, und nicht durch nasse Bestände laufen.

Was schiefgehen kann

Nasses Laub ist das eigentliche Problem: Brennflecken und Fettflecken werden beim Durchgehen von Pflanze zu Pflanze verschleppt, deshalb erst ernten, wenn der Bestand abgetrocknet ist, weite Reihen halten und kein Saatgut von befallenen Pflanzen nehmen. Bleiben ganze Abschnitte der Reihe leer, war der Boden bei der Aussaat zu kalt und nass — unter 10 °C faulen die Samen einfach weg. Schnecken räumen frische Keimlinge über Nacht ab; abends absammeln oder die ersten Sätze in Töpfen vorziehen und größer auspflanzen.

Ernte, Lagerung & Küche

Alle zwei bis drei Tage durchpflücken — ausreifende Hülsen bremsen den Neuansatz, und eine übersehene Reihe beendet die Ernte vorzeitig. Der richtige Moment ist erreicht, wenn die Hülse beim Brechen glatt knackt und sich die Kerne noch nicht abzeichnen. Bohnen kommen nie roh auf den Teller: Das enthaltene Phasin wird erst durch mindestens zehn Minuten Kochen zerstört; zum Einfrieren blanchiert man sie kurz und schreckt sie kalt ab.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.