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Fragaria × ananassa

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Wird nicht gesät — Jungpflanzen kommen direkt ins Beet.

Die Erntezeiten gehören zur nächsten Saison, nicht zum Pflanzjahr.

Praxistipp

Nicht dorthin pflanzen, wo Kartoffeln, Tomaten oder Erdbeeren standen — Verticillium bleibt im Boden. Vier Jahre Abstand, und das Beet ohnehin alle drei Jahre umziehen.

Herkunft & Geschichte

Die Gartenerdbeere ist keine europäische Wildart, sondern eine Kreuzung aus zwei amerikanischen Arten, die um 1750 in Frankreich zufällig entstand: Die großfrüchtige chilenische Fragaria chiloensis, 1714 von dem Offizier Amédée-François Frézier mitgebracht, stand dort neben der nordamerikanischen Scharlacherdbeere. Die chilenischen Pflanzen blühten rein weiblich und trugen erst durch diese Nachbarschaft. Bis dahin kannte man in deutschen Gärten nur die kleine Walderdbeere; alle heutigen Sorten gehen auf diese Handvoll Elternpflanzen zurück.

Sorten

Der Unterschied, der über die ganze Saison entscheidet, steht selten groß auf dem Etikett: Einmaltragende Sorten bringen die volle Menge in drei bis vier Wochen — ‚Honeoye‘ macht den Anfang, ‚Korona‘ und ‚Elsanta‘ folgen, ‚Malwina‘ ist die späteste. Immertragende wie ‚Ostara‘ oder ‚Mara des Bois‘ setzen nach dem ersten Satz in kleinen Schüben nach; zum Einkochen reicht das nie, für den Balkonkasten ist es genau richtig. ‚Senga Sengana‘ bleibt die Sorte für Konfitüre und Gefrierschrank. Kauf zertifizierte Jungpflanzen statt Ableger vom Nachbarn — mit denen holst du dir Viren ins neue Beet.

Pflege

Setze die Pflanzen so, dass das Herz genau auf Bodenhöhe sitzt: zu tief fault es, zu hoch vertrocknet es. In den ersten drei Wochen wird konsequent gegossen — was im Sommer nicht einwurzelt, legt im Herbst keine Blütenknospen an und bleibt im Juni leer. Ausläufer schneidest du im ersten Jahr alle weg. Später lässt du pro Pflanze zwei bis drei bewurzeln und setzt sie zwischen Mitte Juli und etwa dem 20. August auf die nächste Fläche, damit der Bestand erneuert ist, bevor er nachlässt. Gedüngt wird nach der Ernte, nicht im Frühjahr: Stickstoff im Mai bringt weiches Laub statt Früchte.

Was schiefgehen kann

Verticillium ist der Ausfall, gegen den keine Pflege hilft: Die äußeren Blätter welken bei Sonne und legen sich flach, das Herz bleibt zuerst grün, dann kippt die ganze Pflanze. Der Pilz sitzt jahrelang im Boden, und ein befallenes Beet bekommst du nicht wieder sauber — es bleibt nur eine neue Fläche weit weg von Kartoffeln, Tomaten und altem Erdbeerland. Grauschimmel ist das Problem nasser Junitage: Stroh oder Matten unter die Früchte, den Abstand von 25 cm nicht enger machen und bei jedem Durchgang jede angefaulte Beere mitnehmen, statt sie liegen zu lassen.

Ernte, Lagerung & Küche

Erdbeeren reifen nach dem Pflücken nicht nach: durchgefärbt bis zur Spitze ernten, mit Kelch, am besten morgens, sobald der Tau abgetrocknet ist. Nasse Beeren halten keinen Tag. Ungewaschen und einlagig auf einem Teller stehen sie im Kühlschrank zwei bis drei Tage; gewaschen wird kurz vor dem Essen und immer vor dem Entkelchen, sonst zieht Wasser in die Frucht. Zum Einfrieren einzeln auf einem Blech vorfrieren und erst dann in den Beutel. Für Konfitüre lohnt ein Viertel Johannisbeeren im Topf — mit Erdbeeren allein bleibt sie oft zu flüssig.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.