Zum Inhalt springen
Alle Pflanzen

Fruchtgemüse

Gurke

Cucumis sativus

Zeiten für deine Region

Noch keine Region gewählt — die Zeiten gelten für die Klimazone Mittel · Region wählen

Praxistipp

Gurken hassen kaltes Gießwasser und kalten Boden — lieber eine Woche später pflanzen als in zu kalte Erde.

Und in der Küche?

Wochentopf — der Wochenplaner vom selben Betreiber — kennt Alltagsgerichte mit Gurke, mit Rezept, Foto und Einkaufsliste. Kostenlos, ohne Konto.

Gerichte mit Gurke bei Wochentopf(öffnet Wochentopf in einem neuen Tab)

Herkunft & Geschichte

Die Gurke stammt aus dem südlichen Himalaya-Raum, wo sie seit über 3000 Jahren angebaut wird; die Römer brachten sie über die Alpen, und in Karls des Großen Landgüterverordnung um 800 ist sie bereits aufgeführt. Zum Alltagsgemüse wurde sie in Deutschland vor allem übers Einlegen — die Spreewälder Gurke trägt seit 1999 eine geschützte geografische Angabe. Botanisch ist die Gurkenfrucht übrigens eine Beere.

Sorten

Salat- oder Schlangengurken liefern wenige große Früchte, Einlegegurken viele kleine — für ein Glas Gewürzgurken brauchst du die zweiten. Draußen zählt die Sortenwahl mehr als alles andere: Nimm ausdrücklich als Freilandsorte ausgewiesene Typen, reine Gewächshaussorten bleiben im Beet oft mickrig. Moderne F1-Sorten blühen überwiegend weiblich und tragen dadurch deutlich mehr; veredelte Jungpflanzen, meist auf Feigenblattkürbis, kommen mit kühlem Boden besser zurecht als wurzelechte.

Pflege

Gurken wurzeln flach — hacke nicht zwischen den Pflanzen, sondern mulche, das hält den Boden gleichmäßig feucht und warm. Gieße reichlich und am Fuß, in der Haupterntezeit lieber zweimal die Woche durchdringend als jeden Tag einen Schluck, und dünge ab dem ersten Fruchtansatz regelmäßig nach. An einem Netz oder Gerüst hochgezogen brauchen sie weniger Platz, die Früchte bleiben sauber und das Laub trocknet nach Regen schneller ab. Bei klassischen Freilandsorten kneift man die Spitze nach dem fünften bis sechsten Blatt aus, damit sich Seitentriebe bilden — dort sitzen die weiblichen Blüten.

Was schiefgehen kann

Echter Mehltau überzieht die Blätter ab dem Hochsommer mit einem weißen, mehligen Belag; Falscher Mehltau zeigt eckige, von den Blattadern begrenzte gelbe Flecken. Beides bremst du mit weitem Stand, Erziehung in die Höhe, Gießen am Boden statt über das Laub und dem frühen Entfernen der ersten befallenen Blätter — dazu gibt es Sorten mit ausgewiesener Toleranz. Bittere Früchte sind bei den bitterfrei gezüchteten modernen Sorten selten geworden und treten sonst vor allem nach Kältestress oder ungleichmäßigem Gießen auf; bitter schmeckende Gurken gehören nicht auf den Teller.

Ernte, Lagerung & Küche

Einlegegurken erntest du bei 8 bis 10 cm und alle zwei bis drei Tage — je öfter du schneidest, desto mehr setzt die Pflanze an. Schlangengurken sind reif, wenn sie gleichmäßig dick und noch dunkelgrün sind; gelb gewordene Früchte sind überreif und schmecken nach Kernen. Nicht in den kalten Kühlschrank legen: unter etwa 10 °C bekommt die Schale glasige Stellen. Und nicht neben Äpfel oder Tomaten — deren Reifegas lässt Gurken innerhalb weniger Tage vergilben.

Häufige Fragen

Wann ist bei Gurken Erntezeit?
Von Anfang Juli bis Ende September, mit dem Schwerpunkt im August. Zwischen Aussaat und erster Gurke liegen acht bis zehn Wochen — vorgezogene Pflanzen liefern deshalb schon Anfang Juli, direkt gesäte ab Ende Juli. Danach trägt eine kräftige Pflanze durchgehend, solange du regelmäßig durchpflückst.
Kann man Gurken direkt ins Beet säen?
Ja, vom 20. Mai bis Mitte Juni, etwa 2 cm tief. Direkt gesäte Gurken wurzeln tiefer und holen vorgezogene oft ein; wer früher ernten will, sät ab dem 10. April im Warmen vor und pflanzt ab dem 20. Mai aus.
Warum blüht meine Gurke, ohne Früchte anzusetzen?
Am Anfang öffnen sich bei vielen Sorten fast nur männliche Blüten — sie sitzen auf einem dünnen Stiel, während hinter jeder weiblichen Blüte schon eine winzige Gurke steckt. Das gibt sich nach ein bis zwei Wochen. Bleiben angesetzte Früchtchen gelb und fallen ab, war es zu kühl und nass für die bestäubenden Insekten.
Wie viel Abstand brauchen Gurkenpflanzen?
Etwa 40 cm in der Reihe und 120 cm zwischen den Reihen. Am Netz oder Gerüst gezogen kommst du auch in schmalen Beeten damit hin; liegen die Ranken dagegen am Boden, brauchen sie die volle Breite.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.