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Wurzelgemüse

Knollensellerie

Apium graveolens var. rapaceum

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Praxistipp

Lichtkeimer — nur andrücken, nicht mit Erde bedecken. Flach pflanzen, die Knolle soll auf der Erde sitzen, nicht darin.

Und in der Küche?

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Gerichte mit Knollensellerie bei Wochentopf(öffnet Wochentopf in einem neuen Tab)

Herkunft & Geschichte

Die Wildform des Selleries wächst an salzhaltigen Küsten und auf Salzwiesen Europas; im antiken Griechenland band man aus dem Kraut Siegerkränze, lange bevor jemand die Wurzel aß. Die knollige Form entstand erst im 16. und 17. Jahrhundert und wurde vor allem in Nord- und Mitteleuropa angebaut — im Englischen hieß sie deshalb zeitweise „German celery“. Knollen-, Stangen- und Schnittsellerie sind botanisch dieselbe Art, nur verschiedene Varietäten.

Sorten

Achte auf schossfeste Sorten mit glatter Schale und wenig Seitenwurzeln — je runzeliger und bewurzelter die Knolle, desto mehr davon landet beim Putzen im Kompost. Sorten wie ‚Prinz‘ bleiben beim Kochen weiß, während ältere Typen gräulich anlaufen. Weil die Vorkultur zehn Wochen dauert und die Samen winzig sind, kaufen viele lieber Jungpflanzen; dann kräftige Exemplare mit kurzem, festem Herz nehmen.

Pflege

Sellerie ist ein Starkzehrer mit hohem Wasserbedarf — trocknet das Beet zwischendurch aus, bleibt die Knolle klein und wird holzig; Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden. Im Juli lohnt eine zweite Gabe Kompost. Ab Ende August nimmt man die äußeren, flach liegenden Blätter ab und schneidet die Wurzeln auf der Knollenoberseite weg, damit sie rund und glatt wird — das Herz bleibt dabei stehen, sonst bremst du das Dickenwachstum.

Was schiefgehen kann

Der typische Fehler ist zu frühes Auspflanzen: eine kühle Woche unter 10 °C nach dem Setzen lässt Sellerie im Sommer schossen, statt eine Knolle zu bilden. Braune Blattflecken (Septoria) kommen meist mit dem Saatgut ins Beet und breiten sich auf nassem Laub aus — weit pflanzen, am Fuß gießen, befallene Blätter abnehmen und drei bis vier Jahre Anbaupause halten. Innen hohle oder braun verfärbte Knollen deuten auf stark gekalkte, zu trockene Böden hin.

Ernte, Lagerung & Küche

Vor strengem Frost roden — leichte Fröste verträgt die Knolle, harte lassen sie glasig werden. Laub abdrehen, den Wurzelbart kürzen und die Knollen in feuchtem Sand im kühlen Keller einschlagen, so halten sie bis ins Frühjahr. Beim Schälen großzügig sein, die Schale bleibt zäh; Schnittflächen laufen an der Luft grau an, deshalb geriebenen Sellerie sofort mit Zitrone mischen. Das kleingehackte Laub ist das Grün in der Suppe.

Häufige Fragen

Wann pflanzt man Knollensellerie ins Beet?
Zwischen dem 10. Mai und Anfang Juni, wenn die Nächte nicht mehr unter 10 °C fallen. Die Vorkultur startet dafür ab Ende Februar und dauert rund zehn Wochen. Gepflanzt wird auf 40 cm Abstand in beide Richtungen.
Ist Knollensellerie winterhart?
Nein. Die Knolle sitzt oben auf der Erde und wird bei stärkerem Frost glasig — anders als Pastinake oder Schwarzwurzel kann sie nicht im Beet überwintern. Ende Oktober ist deshalb Schluss, danach hält der Vorrat nur noch im kühlen, dunklen Keller.
Wann ist Knollensellerie erntereif?
Ab Mitte September, wenn die Knolle 8 bis 12 cm Durchmesser erreicht hat; spätestens Ende Oktober ist die ganze Reihe dran. In den letzten Wochen legt sie noch deutlich zu, es lohnt sich also, nur nach Bedarf zu roden.
Kann man Knollensellerie einfrieren?
Ja: schälen, würfeln, zwei bis drei Minuten blanchieren, abkühlen lassen und portionsweise einfrieren — so bleibt er rund acht Monate brauchbar. Roh eingefroren verfärbt er sich grau und wird beim Auftauen weich.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.