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Kohlgewächse

Pak Choi

Brassica rapa subsp. chinensis

Zeiten für deine Region

Vorschlag: Mittel · Im Lexikon erklärt

Praxistipp

Als Spätsommersaat zuverlässig, im Frühjahr schießt er fast immer. Wächst schnell — sechs bis acht Wochen von der Saat bis zur Ernte.

Herkunft & Geschichte

Pak Choi wird in China seit über tausend Jahren angebaut und gehört botanisch nicht zum Gemüsekohl, sondern zur Rübsen-Verwandtschaft — dieselbe Art wie Chinakohl und Mairübe. Der Name kommt aus dem Kantonesischen und bedeutet schlicht „weißes Gemüse“; gemeint sind die breiten weißen Blattstiele. In deutsche Gärten ist er erst in den letzten Jahrzehnten gekommen, zusammen mit der asiatischen Küche.

Sorten

Man unterscheidet weißstielige Typen mit breiten, löffelartigen Stielen und die zarteren grünstieligen „Shanghai“-Typen, die kompakter bleiben und schneller gar sind. Für die Sommer- und Spätsommersaat ist die Sortenwahl unkritisch; wer es trotz des Langtags im Frühjahr versuchen will, braucht ausdrücklich als schossfest ausgewiesene Sorten. Baby- oder Mini-Sorten werden schon bei etwa 15 cm Höhe im Ganzen geschnitten und passen gut in Kisten und schmale Beete.

Pflege

Pak Choi wird direkt gesät und nach dem Auflaufen auf 25 cm vereinzelt — die Ausdünnlinge sind bereits Salat. Er verträgt Wurzelstörung schlecht: Pikieren und Umsetzen ist die häufigste Ursache für Pflanzen, die statt einer Rosette einen Blütenstiel schieben. Durchgehend feucht halten, eine Trockenphase macht die Blätter zäh und bitter — in der kurzen Kulturzeit holt die Pflanze das nicht mehr auf. Ab Mitte Oktober verlängert ein Vlies die Ernte um zwei bis drei Wochen.

Was schiefgehen kann

Erdflöhe sind das Hauptproblem der Sommeraussaat: Sie schlagen die jungen Blätter siebartig durch und mögen trockene, warme Oberflächen — ein Kulturschutznetz direkt nach der Saat plus gleichmäßig feuchter, gemulchter Boden nimmt ihnen die Grundlage. An keimende Pak-Choi-Reihen gehen Nacktschnecken zuerst; abends absammeln, morgens statt abends gießen und die Beetränder kurz halten. Und obwohl er nicht wie Kohl aussieht: Pak Choi gehört in dieselbe Fruchtfolge und darf nicht direkt nach anderen Kohlarten stehen.

Ernte, Lagerung & Küche

Geerntet wird die ganze Rosette mit einem Schnitt knapp über dem Boden; lässt man den Strunk stehen, treibt er in einem milden Herbst oft noch einmal zart nach. Pak Choi welkt schnell und hält im Kühlschrank in einer Tüte etwa eine Woche — Einlagern lohnt nicht, dafür lässt er sich gut milchsauer einlegen. Beim Kochen Stiele und Blätter trennen: die Stiele brauchen ein paar Minuten, die Blätter nur Sekunden.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.