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Fruchtgemüse

Zuckermais

Zea mays convar. saccharata

Zeiten für deine Region

Vorschlag: Mittel · Im Lexikon erklärt

Praxistipp

Immer im Block pflanzen, nie in einer langen Reihe — Mais wird vom Wind bestäubt, und eine einzelne Reihe setzt kaum Körner an.

Herkunft & Geschichte

Mais wurde vor rund 9.000 Jahren in Mexiko aus dem Wildgras Teosinte gezüchtet und kam nach 1500 mit den spanischen Schiffen nach Europa. In Deutschland war er jahrhundertelang reiner Futter- und Körnermais; der süße Zuckermais setzte sich in den Gärten erst mit früh reifenden Sorten in den letzten Jahrzehnten durch. Botanisch hübsch: Jeder einzelne Narbenfaden am Kolben gehört zu genau einem Korn — ein voller Kolben hat mehrere hundert davon.

Sorten

Zuckermais gibt es als normal süße (su), zuckerreiche (se) und supersüße Typen (sh2); supersüße Sorten halten ihre Süße nach der Ernte am längsten, keimen aber im kalten Boden deutlich schlechter. Die Trennung ist wichtig: Steht supersüßer Mais neben normalem Zuckermais, Popcorn oder Futtermais, machen die eingewehten Pollen die Körner mehlig — also nur einen Typ pro Garten. Für deutsche Sommer wählt man früh reifende Sorten; fast alles im Handel sind F1-Hybriden.

Pflege

Mais ist ein Starkzehrer und braucht warmen, gut mit Kompost versorgten Boden sowie gleichmäßige Feuchtigkeit ab dem Rispenschieben — Trockenheit während der Blüte kostet unmittelbar Körner. Sind die Pflanzen kniehoch, häufelt man die Stängelbasis an: Mais bildet darüber kräftige Stützwurzeln und steht im Sommergewitter deutlich besser. Vorgezogene Pflanzen zieht man einzeln in Töpfen und pikiert sie nicht — Mais nimmt Wurzelstörung übel und wächst danach schlecht weiter.

Was schiefgehen kann

Der häufigste Fehler ist zu frühe Aussaat: Unter etwa 10 °C Bodentemperatur keimt Mais nicht, sondern fault, und die Reihe bleibt lückig. Krähen und Tauben ziehen die Keimlinge samt Korn wieder heraus — ein Netz oder Vlies über der Reihe bis zum Vierblattstadium erledigt das Thema. Der Maiszünsler überwintert als Larve in den Stängeln; wer die Stoppeln nach der Ernte zerkleinert und kompostiert, statt sie stehen zu lassen, nimmt ihm das Winterquartier.

Ernte, Lagerung & Küche

Erntereif ist der Kolben, wenn die Fäden braun und trocken sind und ein mit dem Fingernagel angedrücktes Korn milchigen Saft abgibt — klarer Saft heißt zu früh, teigiger zu spät. Der Zucker wandelt sich nach dem Brechen rasch in Stärke um, deshalb gehört Zuckermais am selben Tag in den Topf oder sofort in die Kühlung. Der Überschuss wird kurz blanchiert, dann löst man die Körner vom Kolben und friert sie ein.

Alle Zeiten sind Richtwerte für das jeweilige Klima, keine Garantie. Wetter, Lage und Sorte entscheiden mit.